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Seit 2014 erinnert ein Denkmal auf dem Verneigungshügel in Moskau an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges.
Foto: http://pobeda.ru/v-moskve-otkryili-pamyatnikam-geroyam-pervoy-mirovoy-voynyi.html

Aktuelles zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

vom 19.10.2018 15:20:22

Am 23. Oktober habe ich in Moskau an einer Diskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erinnerungskulturen im Gespräch“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg teilgenommen. In die Residenz des deutschen Botschafters waren außerdem Jurij Petrow, Direktor des Instituts für Russische Geschichte der Akademie der Wissenschaften, für einen Einführungsvortrag sowie Sandra Dahlke, die neue Direktorin des DHI in Moskau, Natalja Rostislavleva, Direktorin des russisch-deutschen Lehr- und Forschungszentrums an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität in Moskau und Nikita Sokolow, stellvertretender Direktor der Jelzin-Zentrums in Jekaterinburg zur Diskussion geladen. Die Moderation lag bei Jens Siegert.

Im Fokus der Reihe des VdK stehen die jeweiligen Erinnerungskulturen und wie diese in aktuelle Europafragen einfließen. Bei der Frage einer breitenwirksamen Vermittlung der Erinnerung können Ausstellungen, museale Exponate und die Zusammenarbeit der beteiligten Museen Auskunft über den Stand der Gegenwartswirkung und -wahrnehmung geben. Mit diesen Fragen habe ich mich mit Blick auf Russland und Deutschland sowohl in den Ausstellungen des Deutschen Historischen Museums 2004 und 2014 zum Ersten Weltkrieg, in den Ausstellungen zur Russischen Revolution in Berlin und Zürich 2017/2018 sowie in verschiedenen Publikationen beschäftigt.

Auch in meinen Projekten in Belarus begegnet mir die spätestens seit dem 100. Jahrestag seit Kriegsausbruch wieder belebte Erinnerung an den „Großen Krieg“ immer wieder. Und Ende des Jahres wird der Sammelband „Die vergessen Front“, 2006 herausgegeben vom MGfA (heute: Zentrum für Militärgeschichte), in dem ich einen Beitrag über den Moskauer Brüderfriedhof veröffentlicht habe, in englischer Übersetzung in einem amerikanischen Verlag erscheinen.

Der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, am 29.6.2018 in Minsk.

Aufmerksamkeit für Maly Trostenez

vom 11.07.2018 06:26:15

Am 29. Juni besuchte der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, Minsk und nahm an der feierlichen Eröffnung eines weiteren Abschnitts der Gedenklandschaft in Trostenez teil. Es handelt sich um die zwischen 1942 und 1944 größte nationalsozialistische Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

Anschließend nahm er im Rahmen der von uns organisierten, mehrtägigen Konferenz zum Thema „Gedenken für eine gemeinsame europäische Zukunft“ im IBB Minsk an einer Diskussion mit jungen Historikern aus Belarus, Deutschland, Russland und der Ukraine teil.

Die Aufmerksamkeit, die dadurch diesem lange vergessenen historischen Ort zukommt, ist eine wichtige Unterstützung unserer Arbeit in der Minsker Geschichtswerkstatt, die ich zur Zeit in Fragen der wissenschaftlichen und Organisationsentwicklung begleite.

Zu dem Thema passt meine jüngste Veröffentlichung zur „Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Belarus“ in den aktuellen Belarus-Analysen.

Der Bundespräsident in der IBB

Berichterstattung zum Besuch des Bundespräsidenten, der Eröffnungszeremonie und der Konferenz

Die Gedenkanlage – Hintergründe und Fotos (russisch)

Unter dem Stichwort „Trostenec. Mesto Rasstrela/Тростенец. Место расстрела“ kann man den Ort auf google-maps virtuell begehen.

Interviews Kristiane Janeke:
Deutsche Welle (russisch)
Belrynok (russisch)
DLF

Im Rahmen der Konferenz fand am 28.6.2018 ein Workshop mit jungen Historikern aus Belarus, der Ukraine, Russland, Deutschland und Polen zu Fragen der „Erinnerung im virtuellen Raum“ statt. Die hier begonnene Vernetzung wollen wir fortsetzen und Angebote zur Erinnerung an Trostenez im Internet und den sozialen Medien fördern. Ein erster Ansatz dazu waren die vielen Posts von der Zeremonie:
https://walls.io/s3zqs
https://www.facebook.com/trostenetsmemorial/
https://www.instagram.com/trostenetsm/

Berichte zum Workshop:
Russian Holocaust Center
Museum des Zweiten Weltkrieges in Danzig
Akademie der Wissenschaften der Ukraine

Das neu angelegte Gräberfeld in Blagowschtschina, Teil der Gedenkanlage Maly Trostenez (Juni 2018)

Der Bundespräsident besucht Maly Trostenez

vom 19.06.2018 07:19:41

Am 29. Juni findet die Erweiterung der Gedenklandschaft in Maly Trostenez, der zwischen 1942 und 1944 größten nationalsozialistischen Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, statt. An der feierlichen Zeremonie nimmt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil. Anschließend wird er die von uns geplante Konferenz in der IBB Minsk besuchen.

Die Aufmerksamkeit, die dadurch diesem lange vergessenen historischen Ort zukommt, ist eine wichtige Unterstützung unserer Arbeit in der Minsker Geschichtswerkstatt, die ich zur Zeit in Fragen der wissenschaftlichen und Organisationsentwicklung begleite.

Zu dem Thema passt meine jüngste Veröffentlichung zur „Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Belarus“ in den aktuellen Belarus-Analysen (Nr. 37, 31.5.2018).

Modell für das Denkmal in der Blagowschtschina von Leonid Levin. Foto: https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/

AKTUELL: Beratung der Geschichtswerkstatt Minsk

vom 16.04.2018 15:05:58

Nach den beiden großen Ausstellungen zur Russischen Revolution im Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum 2017/2018 habe ich meinen Schwerpunkt vorübergehend wieder nach Belarus verlegt. Im Auftrag des IBB  berate ich derzeit die Geschichtswerkstatt in Minsk. Im Mittelpunkt steht die Organisationsentwicklung und inhaltliche Profilierung zu den Kernthemen der Einrichtung, die sich in dem einzigen, noch erhaltenen Gebäude des Minsker Ghettos befindet: Geschichte des Ghettos und des ehemaligen KZ Maly Trostenez, Holocaust in Belarus sowie die Betreuung der letzten, noch lebenden Zeitzeugen.

Von der Geschichtswerkstatt wird auch die deutsch-belarussische Wanderausstellung zu Maly Trostenez betreut, die derzeit durch deutsche und belarussische Schulen und Bildungseinrichtungen tourt. Zusammen mit belarussischen und deutschen Historikern, darunter von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, hatten wir sie zwischen 2014 und 2016 erarbeitet – eine Initiative, die ebenfalls auf das IBB Dortmund zurückgeht und in großen Teilen vom Auswärtigen Amt finanziert wurde.

In diesem Jahr wird im Juni ein weiterer Teil der Gedenklandschaft an diesem historischen Ort feierlich eröffnet. Daran werden hochrangige politische Vertreter aus Deutschland, Österreich und Belarus teilnehmen. Aus diesem Anlass wird es eine Konferenz zur Erinnerungskultur im östlichen Europa geben.

Weitere Infos dazu hier.

Screenshot: http://map.letapis.by/ru/#19180324

Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

vom 04.09.2017 15:40:24

So lautet der Titel einer zweitägigen Konferenz des ZZF Potsdam und der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Historikerverband am 10./11. Oktober in Berlin. Ich werde dort einen Vortrag über die Erinnerungskultur in Belarus halten. Bei meinen Recherchen bin ich auf einige interessante Texte und eine Website gestoßen.

Die Text stammen von dem belarussischen Historiker Alexej Bratochkin, den ich im März in Minsk kennengelernt hatte. Er ist einer der wenigen, die sich wissenschaftlich mit Themen wie Erinnerung, Gedenken und Identität für Belarus beschäftigen. Er hat mehreres dazu publiziert, u.a. den Text Дебаты об историческом прошлом в Беларуси, erschienen auf den Seiten des European College of Liberal Arts in Belarus, einem unabhängigen Bildungsträger. Als Exkurs sei erwähnt, dass Bratochkin auch eine hervorragende Ausstellung zur Geschichte des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms in Belarus kuratiert hat. Diese war 2016 in der Galerie Ў zu sehen. Ich hatte darüber auf diesem Blog am 3.3.2017 berichtet.

Die erwähnte, mehrsprachige Website „Карта становления Беларуси“ stammt, wenn ich das richtig sehe, von einigen jungen, unabhängigen Bloggern und macht es sich zur Aufgabe, die Staaten- und Nationsbildung von Belarus nachzuvollziehen. Dabei bezieht sie alle historischen Ereignisse in der Region ein, auf die sich die verschiedenen Gruppen in der Debatte um die nationale Identität in je unterschiedlicher Weise und Gewichtung beziehen – angefangen vom Fürstentum Polock über das Großfürstentum Litauen und die Rzeczpospolita bis hin zur BNR, der BSSR und der heutigen Republik Belarus. Wie all das zusammenhängt und wer sich auf was bezieht, schlüsselt Bratochkin in seinen Texten auf und ich werde versuchen, darüber einen Überblick in meinem Vortag im Oktober zu geben.

Foto: https://www.sb.by/articles/istoriya-dolzhna-nas-obedinyat.html

Neues zu Kurapaty, den Stalinschen Repressionen und anderen ungeliebten Themen in Belarus

vom 19.04.2017 05:00:51

Im Februar war es zu neuen Protesten in Kurapaty gekommen, wo der Bau eines Wohnhauses beginnen sollte. Fast zwei Wochen lang widersetzen sich die Gegner der Überbauung den Baggern, bevor es zu vereinzelten Verhaftungen kam. Der Bau wurde gestoppt und nun soll es sogar eine Gedenkstätte geben.

Zur gleichen Zeit fand ein Rundtischgespräch in Minsk zu den Stalinschen Repressionen und Aktivitäten des NKWD statt. Erstmals war daran auch der kritische Historiker Nikolaj Kuznecov beteiligt. Er publiziert seit Jahren zu dem Thema, so dass sich so mancher wundert, wie er das unbeschadet tun konnte und kann.

Erstmals konnte er sich jetzt offen über die Repressionen äußern. Kuznecov kritisierte, dass die Erinnerung daran bisher im offiziellen Gedächtnis nicht vorkommt und forderte eine Arbeitsgruppe zur Errichtung einer Gedenkstätte.

Bemerkenswert daran ist, dass an der Diskussion auch der stellvertretende Chef des KGB und namhafte (linientreue) Historiker teilnahmen und der gesamte Text in der (ebenfalls linientreuen) Zeitung Sovetskaja Belarus veröffentlicht wurde.

Leider haben allerdings die jüngsten Ereignisse in Belarus gezeigt, dass entgegen jeder Hoffnung doch keine Tauwetterperiode angebrochen ist.

Foto: IBB Minsk

Unsere Maly Trostenec-Ausstellung nun auch in Minsk

vom 10.04.2017 04:54:19

Anlässlich des 25. Jahrestages zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde in Minsk nun auch unsere Trostenec-Ausstellung eröffnet. Ihre erste Station ist das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, wo sie an prominenter Stelle noch bis zum 16. April zu sehen ist. Anschließend soll sie nach Grodno und Mogiljow wandern.

Das Programm zur Eröffnung umfasste einen Besuch am historischen Ort, wo unsere Delegation mit General a.D. Schneiderhan in seiner neuen Funktion als Präsident a.i. des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Kranz niederlegte, eine interkonfessionelle Andacht in der Kirche Aller Heiligen sowie eine Diskussionsveranstaltung in der Geschichtswerkstatt. Im Museum sprach u.a. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der zudem nach einem politischen Programm in Minsk am nächsten Tag mit Studierenden in der IBB diskutierte.

Seit November 2016 ist die Ausstellung bereits in Deutschland zu sehen, aktuell im Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst. Die nächste Station ist ab Oktober Köln, später Bremen.

Die Ausstellung wird noch bis zum 16. April im Minsker Kriegsmuseum zu sehen sein.

Weitere Informationen:
http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/veranstaltungsberichte/detail/article/eroeffnung-der-wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung.html

TV-Berichte und Artikel zur Eröffnung in Minsk:

http://ont.by/news/our_news/nemeckaya-delegaciya-posetila-memorialnij-kompleks-trostenec

http://www.ctv.by/mir-segodnya-nuzhnee-vsego-nemeckaya-delegaciya-posetila-memorial-trostenec

http://minsknews.by/blog/2017/03/13/predstaviteli-nemetskoy-obshhestvennosti-vozlozhili-tsvetyi-k-memorialu-v-trostentse/

http://www.belrynok.by/ru/page/society/4766/

Minsk-Forum 11-2016

Minsk-Forum 2016

vom 19.12.2016 15:25:21

Nach sechs Jahren Pause fand Ende November erstmal wieder das von der Deutsch-belarussischen Gesellschaft ins Leben gerufen und organsierte Minsk-Forum statt. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, viel zu wenig aus Kultur und Gesellschaft, tauschen sich über den aktuellen Stand der bilateralen und belarussisch-europäischen Beziehungen aus.

Nach den Wahlen 2010 hatte das Forum beschlossen, die Veranstaltung auszusetzen bzw. einmal ins benachbarte Litauen zu verlegen. Ob es die richtige Entscheidung ist, gerade in Krisenzeiten den Dialog abzubrechen, ist eine viel diskutierte Frage mit Blick auch auf andere Krisenherde der Welt. Im Falle des Minsk-Forums liegt sie in der fast ausschließlichen Konzentration auf Politik und Wirtschaft begründet. Gäbe es einen stärkeren Fokus auf Kultur und Zivilgesellschaft, wäre sie vielleicht anders ausgefallen.

Angesichts des Schwerpunkts auf politischen Fragen wirkten das am zweiten Abend angebotene Konzert von Ljawon Wolski sowie einer Führung nach Maly Trostenec mit anschließender Diskussion in der Geschichtswerkstatt nach Abschluss des offiziellen Programms wie Anhängsel aus schlechtem Gewissen. Ich selbst hatte das Vergnügen, zusammen mit Aliaksandr Dalhouski die Exkursion nach Trostenec durchzuführen und habe mich über die vielen interessierte Zuhörer, die trotz widriger Wetterbedingungen tapfer durchgehalten haben, sehr gefreut!

Fotos sind hier, TV-Aufnahmen hier und eine Analyse hier zu sehen/lesen.

Ausstellung in Hamburg Foto: IBB Dortmund - Robin Hinsch https://youtu.be/8j__zMmm0O8

Ausstellung in Hamburg
Foto: IBB Dortmund – Robin Hinsch
https://youtu.be/8j__zMmm0O8

Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Hamburg eröffnet

vom 03.12.2016 16:25:32

Am 8. November 2016 – dem 75. Jahrestag der Deportationen aus Hamburg nach Minsk – wurde nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg der IBB Minsk in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eröffnet. Sie wird an diesem von mehreren weiteren Ausstellungsorten in Deutschland bis zum 7. Dezember zu sehen sein. Die Eröffnung in Belarus ist für März 2017 geplant. Die Ausstellung wird von einem deutsch-belarussischen Katalog begleitet.

Während meiner Beteiligung an dem Projekt, als Beiratsmitglied und durch Beiträge zur Erarbeitung der Ausstellung, gab es viele Momente, in denen Zweifel durchaus angebracht waren, ob es jemals zur Realisierung kommen würde. Wir mussten viele Kompromisse machen, sicher auf beiden Seiten, und aus wissenschaftlicher Perspektive muss man großzügig über einige Angaben und Exponate hinwegsehen. Dies fällt leichter, wenn man sich den Mehrwert für die deutsch-belarussische Verständigung bei diesem schwierigen Thema vor Augen führt, und die Basis, die wir mit dieser Ausstellung für einen zukünftigen Informationsort am historischen Ort auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationlagers schaffen wollten. Mit diesem Ziel vor Augen freue ich mich auf die Fortsetzung des Projektes gemeinsam mit den deutschen, belarussischen und tschechischen Kollegen.

Fotos der Ausstellung gibt es hier, einen belarussischen Beitrag hier.

Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2

Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2

Neues zu Malyj Trostenec: Dokumentenband und Ausstellungseröffnung

vom 05.08.2016 05:06:23

Unter dem Titel „Trostenec: Tragödie der Völker Europas, Erinnerung in Belarus“ ist ein weiterer Band mit Archivdokumenten zum KZ Malyj Trostenc in Minsk erschienen. Auch diese Mal ist Vjacheslav Selemenev, der ehemalige Direktor de Nationalarchivs als einer der Herausgeber daran beteiligt. Neben vielen Fotos enthält der Band erstmals auch Dokumente, die über die ersten Erinnerungszeichen und die Erinnerungskultur enthalten. Die Publikation wurde u.a. ermöglicht durch die Unterstützung des IBB Minsk. Dank der Förderung war es auch möglich, Materialien aus deutschen, russischen und lettischen Archiven einzubeziehen.

Im November wird darüber hinaus die von uns in mehrjähriger deutsch-belarussischer Kooperation erstellte Wanderausstellung zur Geschichte dieses historischen Ortes in Hamburg stattfinden – dem Ort, von dem aus die ersten Transporte nach Trostenec erfolgten. Für das Frühjahr 2017 ist die Eröffnung der Ausstellung in Belarus geplant.