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3.-5. August 2019

vom 15.07.2019 11:43:01

Nun ist es schon wieder soweit, das zweite der beiden Seminare „Zur Sache“ der Bayerischen Schreibakademie in München steht an. Bereits im Februar hatte ich zusammen mit weiteren angehenden Autoren die Chance, hier unter fachkundiger Anleitung des Autors Wolfang Büscher und der freien Lektorin Hanna Schuler zu lernen, wie man gute Sachbücher schreibt. Seitdem waren umfangreiche Hausaufgaben zu erledigen. In meinem Fall bedeutete das, etwa die Hälfte meines geplanten Buches über Belarus zu schreiben. Und da es ja bereits auf der Homepage des Literaturhauses angekündigt wird, kann und will ich jetzt ja auch keinen Rückzieher mehr machen. Ich bin gespannt und freue mich auf das Seminar!

Foto: Goethe-Institut Minsk/Belarus

Die Museumsakademie Belarus geht weiter

vom 16.06.2019 09:10:00

Die ersten beiden Seminare in Gomel und Polotzk haben bereits stattgefunden. Das dritte startet am 17. Juni für zwei Tage in Brest. In Gomel habe ich das Seminar zu „Museen und Erinnerung“ gestaltet. Passend zum Theam hatten wir die Gelegenheit, die Wanderausstellung zu Maly Trostenz zu besuchen, die gerade ihre Station in der Stadt hatte. Die Gestalterin unseres gemeinsamen deutsch-belarussischen Projekts, Susanne Benzing, ist die Referentin des Seminars in Brest. In Polotzk war Katrin Hieke die Expertin für das Thema „Museumsmarketing und Tourismus“.  In Gomel haben im Palastmuseum, in Polotzk im Buchmuseum gearbeitet – zwei ebenso eindrucksvolle wie unterschiedliche Eindrücke von der bunten belarussischen Museumslandschaft.

Die Museumsakademie ist ein gemeinsames Projekt von Tradicia History Service, des Goethe Instituts Minsk, der Stiftung „Cultural Heritage & Modernity“ und ICOM Belarus. Für die Realisierung haben wir Mittel aus dem Programm der Östlichen Partnerschaft des Auswärtigen Amtes beantragt und erhalten.

Die Museumsakademie stärkt Museen als Brücke zwischen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren und als gesellschaftliche Dialogplattform. Sie bringt Fachleute aus Museen, Vereinen, Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Behörden aus Belarus und Deutschland zusammen, die bisher kaum oder gar nicht kommunizieren. Sie fördert den Dialog zu aktuellen Entwicklungen in der internationalen Museumslandschaft und den Austausch über die Arbeits- und Lebensbedingungen insbesondere jenseits der städtischen Zentren. Der Dialog mit lokalen Partnern und Vertretern der Behörden trägt dazu bei, ein offenes, sektorenübergreifendes Netzwerk aufzubauen, das nachhaltige Impulse für die Debatte über eine gemeinsame europäische Zusammenarbeit setzt.

Von April bis Dezember 2019 finden im Rahmen der Museumsakademie Trainings, praxisorientierte Seminare mit belarussischen und deutschen Experten in den Regionen sowie Museumsbesuche und Gespräche in Deutschland für eine Gruppe von fünfzehn Multiplikatoren statt. Die Reise nach Dresden ermöglicht es den belarussischen Museumsexperten, ihre Erfahrung in einem internationalen Umfeld unmittelbar zu reflektieren. Während der vier, jeweils zweitägigen Module werden folgende Themen behandelt:

  • Museen und Erinnerungskultur (Gomel)
  • Museumsmarketing und -tourismus (Polotzk)
  • Ausstellungskonzeption und Gestaltung (Brest)
  • Vermittlung und Kommunikation (Mogiljow)

Den Abschluss der Museumsakademie bildet ein Symposium zu aktuellen Themen der Museumsarbeit in Minsk im November.


Geschichtsschreibung und Literatur

vom 07.06.2019 09:06:05

Der Frage, wie das zusammenpasst, was ein der Autor eines historischen Romans „darf“ und wie die Geschichtswissenschaft von der Literatur profitieren kann, wollen die Autorin Stephanie von Hayek und ich am Donnerstag, den 13. Juni 2019 um 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Mercator-Stiftung nachgehen. Moderieren wird die Diskussion die Literaturagentin Bärbel Brands.

Mit dem Roman „Als die Tage ihr Licht verloren“ hat Stephanie von Hayek ihren ersten Roman vorgelegt. Er erzählt vom Schicksal einer jungen Frau im Nationalsozialismus, die in die Fänge des Euthanasie-Programms gerät.

Stephanie und mich verbindet die Förderung der Teilnahme am „Stiftungskolleg für internationale Aufgaben“, damals der Robert-Bosch-Stiftung, heute der Mercator-Stiftung. Alle Alumni sind in einem aktiven Netzwerk verbunden.

Aliaksandr Dalhouski und ich (Juni 2018 in Minsk)

»Die Heldentat des Volkes ist unsterblich!«

vom 20.05.2019 18:24:00

Diese Worte stehen an der Häuserwand auf dem Platz des Sieges in Minsk, und so lautet auch der Titel einer Diskussionsveranstaltung im Ort der Information der Stiftung Denkmal ermordeter Juden Europas am 5. Juni um 18.00 Uhr. Moderiert von Adam Kerpel-Fronius werden Aliaksandr Dalhouski (Geschichtswerkstatt Minsk) und ich aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung von Belarus über aktuelle Fragen der Erinnerungskultur in Weißrussland sprechen.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Botschaft der Republik Belarus in Berlin.

Weitere Informationen hier.

Foto: http://www.gsu.by/ru/node/2223

Regionale Museumsakademie Belarus

vom 05.05.2019 18:51:05

Die Museumsakademie ist ein gemeinsames Projekt von Tradicia History Service, des Goethe Instituts Minsk, der Stiftung „Cultural Heritage & Modernity“ und ICOM Belarus. Für die Realisierung haben wir Mittel aus dem Programm der Östlichen Partnerschaft des Auswärtigen Amtes beantragt und erhalten.

Die Museumsakademie stärkt Museen als Brücke zwischen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren und als gesellschaftliche Dialogplattform. Sie bringt Fachleute aus Museen, Vereinen, Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Behörden aus Belarus und Deutschland zusammen, die bisher kaum oder gar nicht kommunizieren. Sie fördert den Dialog zu aktuellen Entwicklungen in der internationalen Museumslandschaft und den Austausch über die Arbeits- und Lebensbedingungen insbesondere jenseits der städtischen Zentren. Der Dialog mit lokalen Partnern und Vertretern der Behörden trägt dazu bei, ein offenes, sektorenübergreifendes Netzwerk aufzubauen, das nachhaltige Impulse für die Debatte über eine gemeinsame europäische Zusammenarbeit setzt.

Von April bis Dezember 2019 sind im Rahmen der Museumsakademie Trainings, praxisorientierte Seminare mit belarussischen und deutschen Experten in den Regionen sowie Museumsbesuche und Gespräche in Deutschland für eine Gruppe von fünfzehn Multiplikatoren geplant. Die viertägige Reise ermöglicht es den belarussischen Museumsexperten, ihre Erfahrung in einem internationalen Umfeld unmittelbar zu reflektieren. Während der vier, jeweils zweitägigen Module werden folgende Themen behandelt:

  • Museen und Erinnerungskultur;
  • Museumsmarketing und -tourismus;
  • Ausstellungskonzeption und Gestaltung;
  • Vermittlung und Kommunikation.

Den Abschluss der Museumsakademie bildet ein Symposium zu aktuellen Themen der Museumsarbeit.

Das erste Seminar fand im April in Gomel statt.


Vorträge zu Trostenez

vom 15.04.2019 16:53:01

Meine aktuelle Vortragstätigkeit zur Geschichte und Erinnerungskultur des Vernichtungsortes Trostenez, Minsk/Belarus umfasst folgende Konferenzen:

  • Internationale Tagung „Deutschland und Belarus“ an der Historischen Fakultät der Linguistischen Universität Minsk/Belarus, Minsk. Belarus, 5.4.2019, in russischer Sprache,
  • Internationales Symposium „Museums in XXI Century: New Meanings, New Space, New Imagery“, ICOM Belarus, 9./10.4.2019, Minsk, in russischer Sprache,
  • Jahrestagung der „Arbeitsgruppe Internationale Geschichte“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD): „Außenbeziehungen und Erinnerung von der Antike bis in die Gegenwart“, veranstaltet vom 16. – 18. Mai 2019, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

https://psu.by/nauka/novosti-nauki/11878-sozdanie-nemetsko-belorusskoj-komissii-istorikov

Deutsch-belarussische Historikerkommission

vom 01.04.2019 16:46:13

Anfang März fand die zweite Vorkonferenz zur Bildung einer deutsch-belarussischen Historikerkommission in Minsk statt, zu der ich eingeladen war. Die Initiative, außer für den fachlichen Austausch mit Russland und der Ukraine, auch für Belarus eine Kommission ins Leben zu rufen, ging im Sommer von Bundespräsident Steinmeier aus, als dieser zur Eröffnung des letzten Abschnitts der Gedenklandschaft in Maly Trostenez war.

Das Zusammentreffen in Minsk schloss an die Konferenz in Gießen im Dezember 2018 an. Dort standen Themen des 20. Jh. im Fokus, in Minsk ging es um weiter zurückliegende Epochen der deutsch-belarussischen Beziehungen.

Zweck der beiden Vorkonferenzen, die von der DGO organisiert wurden, war es, einen Themenkatalog für die zukünftige Kommission auszuloten. Aktuell wird die Zusammensetzung der Kommission festgelegt, die im Mai erstmals zusammenkommen wird.

Foto: https://schlossmuseum-murnau.de/de/sonderausstellung-robert-genin-ein-russischer-expressionist-in-muenchen (22.3.2019)

Umfassende Einzelausstellung zu Robert Genin (1884-1941)

vom 22.03.2019 16:27:12

Im 27. März 2019 eröffnet im Schlossmuseum Murnau eine umfassende Schau von Werken des in Belarus geborenen Künstlers Robert Genin. Der Erforschung des hierzulande noch wenig bekannten Künstlers widmet sich der Freundeskreis, dem ich angehöre.

Die Ausstellung umfasst Werke aus allen Schaffensperioden und zeigt Gemälde und grafische Arbeiten. Sie stammen aus öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter der größten Privatsammlung von Alexej Rodionov in St. Petersburg. Es erscheint ein umfassender Katalog in deutscher und russischer Sprache.

Weitere Informationen hier.


Belarus bleibt eine Herausforderung

vom 10.03.2019 18:51:54

Auch nach meiner Zeit in Minsk und Belarus zwischen 2010 und 2013 bin ich regelmäßig vor Ort, arbeite mit vielen Kolleginnen und Kollegen in unterschiedlichen Projekten zusammen. In den vielen Jahren haben sich Freundschaften entwickelt und eine ungebrochene Neugier auf dieses Land am östlichen Rand Europas, das schneller zu erreichen ist als Mallorca und doch noch immer ein weißer Fleck auf der Landkarte ist.

Schon lange reizt es mich, darüber zu berichten, meine Erfahrungen zu teilen und andere Reisende neugierig zu machen. Genau das tue ich nun mit einem Buch, unterstützt von der Bayerischen Akademie des Schreibens. Stoff gibt es wahrlich genug und das Schreiben allein ist diese neue Herausforderung wert.

Foto: http://mhm-gatow.de/dasmuseum

Flugplätze Gatow und Staaken unter sowjetischer Besatzung

vom 20.02.2019 18:48:38

Zu diesem Thema habe ich Anfang des Jahres eine Recherche für das Militärhistorische Museum in Gatow durchgeführt. Bisher gibt es dazu kaum Material in der Dauerausstellung des Museums auf dem historischen Gelände, einer Filiale des MHM in Dresden. Dies soll in der aktuell geplanten Neugestaltung anders werden.

Ergebnisse dieser ersten Recherche sind Fotos, Archivdokumente, Filme und persönliche Gegenstände für den Zeitraum vom Ende des Krieges bis Anfang der 50er Jahre. Weitere Recherchen sind geplant.