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Das neu angelegte Gräberfeld in Blagowschtschina, Teil der Gedenkanlage Maly Trostenez (Juni 2018)

Der Bundespräsident besucht Maly Trostenez

vom 19.06.2018 07:19:41

Am 29. Juni findet die Erweiterung der Gedenklandschaft in Maly Trostenez, der zwischen 1942 und 1944 größten nationalsozialistischen Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, statt. An der feierlichen Zeremonie nimmt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil. Anschließend wird er die von uns geplante Konferenz in der IBB Minsk besuchen.

Die Aufmerksamkeit, die dadurch diesem lange vergessenen historischen Ort zukommt, ist eine wichtige Unterstützung unserer Arbeit in der Minsker Geschichtswerkstatt, die ich zur Zeit in Fragen der wissenschaftlichen und Organisationsentwicklung begleite.

Zu dem Thema passt meine jüngste Veröffentlichung zur „Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Belarus“ in den aktuellen Belarus-Analysen (Nr. 37, 31.5.2018).

Modell für das Denkmal in der Blagowschtschina von Leonid Levin. Foto: https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/

AKTUELL: Beratung der Geschichtswerkstatt Minsk

vom 16.04.2018 15:05:58

Nach den beiden großen Ausstellungen zur Russischen Revolution im Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum 2017/2018 habe ich meinen Schwerpunkt vorübergehend wieder nach Belarus verlegt. Im Auftrag des IBB  berate ich derzeit die Geschichtswerkstatt in Minsk. Im Mittelpunkt steht die Organisationsentwicklung und inhaltliche Profilierung zu den Kernthemen der Einrichtung, die sich in dem einzigen, noch erhaltenen Gebäude des Minsker Ghettos befindet: Geschichte des Ghettos und des ehemaligen KZ Maly Trostenez, Holocaust in Belarus sowie die Betreuung der letzten, noch lebenden Zeitzeugen.

Von der Geschichtswerkstatt wird auch die deutsch-belarussische Wanderausstellung zu Maly Trostenez betreut, die derzeit durch deutsche und belarussische Schulen und Bildungseinrichtungen tourt. Zusammen mit belarussischen und deutschen Historikern, darunter von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, hatten wir sie zwischen 2014 und 2016 erarbeitet – eine Initiative, die ebenfalls auf das IBB Dortmund zurückgeht und in großen Teilen vom Auswärtigen Amt finanziert wurde.

In diesem Jahr wird im Juni ein weiterer Teil der Gedenklandschaft an diesem historischen Ort feierlich eröffnet. Daran werden hochrangige politische Vertreter aus Deutschland, Österreich und Belarus teilnehmen. Aus diesem Anlass wird es eine Konferenz zur Erinnerungskultur im östlichen Europa geben.

Weitere Infos dazu hier.

Foto: Kristiane Janeke

1917. Revolution. Russland und Europa. Noch bis zum 15. April 2018 Ausstellung im Deutschen Historischen Museum

vom 01.03.2018 07:56:18

Ausstellungkatalog:
Julia Franke, Kristiane Janeke und Arnulf Scriba für das Deutsche Historische Museum (Hg.): „1917. Revolution. Russland und Europa“, Ausstellungskatalog, Dresden 2017.

Essayband auf deutsch und englisch:
1917. Revolution. Russland und die Folgen/Russia and the consequences, hg. vom Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum, Dresden 2017.

Rundgang durch die Ausstellung:
Zusammen mit Julia Franke: 1917. Revolution. Russland und Europa. Zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, in: MuseumsJournal 4 (2017), S. 20-23.

Interview auf RusslandKontrovers
http://russlandkontrovers.de/die-russische-revolution-bricht-mit-den-humanistischen-ideen-des-spaeten-18-und-des-19-jahrhunderts-dr-kristiane-janeke-im-interview/

Andreas Kilb, FAZ, 19.10.2017
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/historisches-museum-russische-revolution-15252472.html#void
„Insgesamt ist die neue Ausstellung ein starker Auftritt.“

„In den letzten Jahren hatte man manchmal den Eindruck, das DHM wisse nicht genau, was es eigentlich zeigen wolle. Diese Ausstellung weiß es genau.“

Bernhard Schulz, Tagesspiegel, 19.10.2017
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-russische-revolution-1917-der-urknall-des-20-jahrhunderts/20473486.html

„großartige, rundum geglückte Ausstellung“

Maria Ossowski. rbb24, 19.10.2017
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2017/10/deutsches-historisches-museum-1917-revolution-umsturz.html

„Eine höchst sehenswerte Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, eine der besten seit Jahren in diesem Haus.“

TV-Bericht auf russisch: rtvd
https://rtvd.de/upload/video/OW_Nr.%2066%20for%2014.10.17%20Syuzhet%20Lenin.mp4

Interview auf russisch:
https://www.kommersant.ru/doc/3392330

Foto: www.dhm.de

1917. Revolution. Russland und Europa. Ausstellung im Deutschen Historischen Museum – AKTUELLES UND PRESSE

vom 01.01.2018 14:46:12

TERMINE rund um die Revolutionsausstellung:

Im Dezember 2017 und im Januar 2018 werden zahlreiche Exponate in der Ausstellung ausgetauscht. Grund sind die strengen konservatorischen Auflagen, insbesondere für Graphik, Papier und Textil. Sie dürfen nicht mehr als drei Monate dem Licht in der Ausstellung ausgesetzt sein. Das bedeutet, dass Buchseiten umgeblättert, Bücher und Plakate durch ein zweites oder ein alternatives Exemplar ausgetauscht oder Original durch Reproduktionen ersetzt werden. Alle betroffenen Objekte erhalten neue Beschriftungen mit den Hinweis, ob es sich um ein Original oder eine Reproduktion handelt.

Betroffen davon ist auch das Aquarell „Exotische Vögel“ von Wasili Kandinsky (1915/1916) aus der Tretjakow-Galerie. Leider müssen wir es gegen eine Reproduktion austauschen, was ein guter Grund ist, die Ausstellung noch vorher zu besuchen, um das Original zu sehen!

Am 22. Januar 2018 um 18.00 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhall in Europa – Die Auswirkungen der Russischen Revolution“ im Zeughauskino statt.

Am 24. Januar 2018 um 18.00 Uhr bieten wir noch einmal eine Kuratorenführung durch die Ausstellung an.

Und am 28. Februar 2018 um 18.00 Uhr im Auditorium spricht Dr. Vladimir Velminski im Rahmen der Vortragsreihe über „Zuschauer und Revolution. Zur Rolle der Faszination von Gewalt und Zerstörung“

Weitere Informationenzu allen Veranstaltungen hier.

PRESSE und PUBLIKATIONEN:

Ausstellungkatalog:
Zusammen mit Julia Franke und Arnulf Scriba für das Deutsche Historische Museum: „1917. Revolution. Russland und Europa“, Ausstellungskatalog, Dresden 2017.

Rundgang durch die Ausstellung:
Zusammen mit Julia Franke: 1917. Revolution. Russland und Europa. Zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, in: MuseumsJournal 4 (2017), S. 20-23.

Interview auf RusslandKontrovers

Andreas Kilb, FAZ, 19.10.2017
„Insgesamt ist die neue Ausstellung ein starker Auftritt.“
„In den letzten Jahren hatte man manchmal den Eindruck, das DHM wisse nicht genau, was es eigentlich zeigen wolle. Diese Ausstellung weiß es genau.“

Bernhard Schulz, Tagesspiegel, 19.10.2017
„großartige, rundum geglückte Ausstellung“

Maria Ossowski, rbb24, 19.10.2017
„Eine höchst sehenswerte Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, eine der besten seit Jahren in diesem Haus.“

По-русски: TV-Bericht und Interview auf russisch: rtvd

По-русски: Interview auf russisch im Kommersant

Foto: Evgenij Chaldej, Nürnberg 1946
http://www.theartnewspaper.ru/posts/4440/

Die Beteiligung der Sowjetunion an den Nürnberger Prozessen …

vom 12.12.2017 14:45:09

… ist bisher unterrepräsentiert in der Dauerausstellung des Memorium Nürnberg, des Museums am historischen Ort zur Dokumentation der Geschichte der Nürnberger Prozesse. Dies ist einer der Gründe für die geplante Neugestaltung für 2019/2020. Meine Aufgabe dabei ist es, Exponate und Materialein für die Ausstellung in russischen Museen und Archiven zu suchen. Dieser Auftrag beschäftigt mich im Anschluss an die Ausstellung zur Russischen Revolution im DHM, die noch bis Mitte April 2018 zu sehen ist.

Foto: www.dhm.de

1917. Revolution. Russland und Europa. Ausstellung im Deutschen Historischen Museum – AKTUELLES

vom 25.10.2017 12:37:09

TERMINE rund um die Revolutionsausstellung:

Führung für das Deutsch-Russische Forum am 24. Oktober 2017 mit anschließender Diskussion:

Museumsfest im Deutschen Historischen Museum am 29. Oktober 2017 mit Führungen durch die Ausstellung

Vortrag im Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien zu den Ausstellungen in Zürich und Berlin am 2. November 2017

Jahrestag der Revolution am 7. November 2017, freier Eintritt in die Ausstellung und ins Kino
Kuratorenführung um 17.00 Uhr sowie viele weitere Veranstaltungen zur Revolution

Vortrag in der Komischen Oper im Rahmen des Symposiums „Roter Rummel“ am 12. November 2017

Podiumsdiskussion der Max Weber-Stiftung am 30. November 2017 im DHM

Thementisch „Russland im Museum – Museum in Russland“ im Rahmen des  WeberWorldCafé am 1. Dezember 2017 im DHM, zusammen mit Ekaterina Makhotina

PRESSE und PUBLIKATIONEN:

Ausstellungkatalog:
Hg., zusammen mit Julia Franke und Arnulf Scriba für das Deutsche Historische Museum: „1917. Revolution. Russland und Europa“, Ausstellungskatalog, Dresden 2017.

Rundgang durch die Ausstellung:
Zusammen mit Julia Franke: 1917. Revolution. Russland und Europa. Zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, in: MuseumsJournal 4 (2017), S. 20-23.

Interview auf RusslandKontrovers

Andreas Kilb, FAZ, 19.10.2017
„Insgesamt ist die neue Ausstellung ein starker Auftritt.“
„In den letzten Jahren hatte man manchmal den Eindruck, das DHM wisse nicht genau, was es eigentlich zeigen wolle. Diese Ausstellung weiß es genau.“

Bernhard Schulz, Tagesspiegel, 19.10.2017
„großartige, rundum geglückte Ausstellung“

Maria Ossowski, rbb24, 19.10.2017
„Eine höchst sehenswerte Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, eine der besten seit Jahren in diesem Haus.“

По-русски: TV-Bericht und Interview auf russisch: rtvd

По-русски: Interview auf russisch im Kommersant

Schriftzug auf dem Einband des Katalogs, erscheint im Sandstein-Verlag

1917. Revolution. Russland und Europa – Es ist soweit!

vom 04.10.2017 15:48:12

Am Dienstag, den 17. Oktober wird im Deutschen Historischen Museum die Sonderausstellung anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution eröffnet, die mich die letzten zweieinhalb Jahren in Atem gehalten hat. Ich freue mich sehr und bin natürlich gespannt auf Kritik und Anmerkungen. Wie aber auch immer diese ausfallen – ich habe mir einen Herzenswunsch erfüllt: Das Projekt hat so viele Anknüpfungspunkte aus meinem beruflichen, aber auch privatem Lebensweg, dass es so oder so „meine“ Ausstellung ist.

Ich habe mit vielen ehemaligen Kollegen der ersten „Moskau-Berlin-Ausstellung“ von 1995/96 zusammenarbeitet, die meine Leidenschaft für das Museum geweckt hat. Dies spiegelt sich insbesondere in der Auswahl der Kunstexponate aus der Tretjakov-Galerie, aber auch aus der Berlinischen Galerie und dem Ščusev-Museum oder der Tatlin-Turm. Ich habe Exponate „eingeschleust“, die mich in die Zeit meiner Doktorarbeit über die vorrevolutionäre russische Philosophie zurückversetzen, darunter die Exponate zur Orthodoxen Kirche, der Sammelband „Vechi“ oder Alexander Bloks „Zwölf“ (der zudem eine große Rolle bei meinem Studienaufenthalt in Petersburg gespielt hat). An meine Zeit am Badischen Landesmuseum erinnert eine Auswahl des Agitationsporzellans, das mich schon damals in Karlsruhe sehr beeindruckt hat. Aus der Sammlung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen stammen der Krönungsbecher, zwei Dosen aus der Periode der NEP und ein handschriftlicher Brief von Pjotr Wrangel.

Sehr speziell ist meine Verbindung zu dem Gemälde „Der Pilger“ von Robert Büchtger, hinter dem sich eine Art Familienprojekt verbirgt. Nicht weniger persönlich ist mein Bezug zu dem winzigen Modell des Gebäudes, in dem 1898 in Minsk die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands gegründet worden ist. Nicht weit davon habe ich drei Jahre in der belarussischen Hauptstadt gewohnt. Und mit einigen Fotos von Arkadij Šajchet findet sich sogar eine Reminiszenz an das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst.

Last but not least hat mir die Ausstellung eine weitere Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit vielen Museen in Moskau, Petersburg, Jekaterinburg, Minsk und Kiew gegeben, mit Kolleginnen und Kollegen, die ich zum Teil schon lange kenne oder im Rahmen dieses Projekts als Partner neu hinzugewonnen habe und für deren Vertrauen ich ganz besonders dankbar bin.

In diesem Projekt kommen meine Schwerpunkte – Museum, Geschichte und Russland – in einem besonderen Maße zusammen – ein glücklicher Umstand, der sich hoffentlich in der Zukunft nochmal wiederholt.

Foto: http://screen-ad.ru/vsled-za-tshetshnej-film-matilda-ne-hotjat-pokazyvat-v-dagestane-

Russland, die Revolution und Matilda

vom 24.09.2017 15:46:15

Der Jahrestag der Oktoberrevolution rückt näher und offenbar reißt das in Russland nach wie vor niemanden so recht vom Hocker. Einzig der Film des Regisseurs Alexej Utschitel über die Liebesaffäre des späteren, letzten Zaren Nikolaus II. und der Prima Ballerina Matilda Kschesinskaja Matilda erhitzt (nach wie vor) die Gemüter. Die Premiere wurde bereits mehrmals wegen Kritik von vielen Seiten verschoben, nun soll der Film im Oktober in die Kinos kommen.

Ich bin gespannt auf ein – für die angebliche Skandal-Geschichte freilich nebensächliches – Detail, nämlich die Geschichte der prächtigen Jugendstilvilla, die Kschesinskaja sich während ihrer Beziehung zu dem Thronfolger in Petersburg bauen ließ. Diese musste sie im Sommer 1917 räumen, da die Bolschewiki sich hier ihr Parteibüro einrichteten und Lenin einige seiner berühmten Reden von dem Balkon dieses Gebäudes aus hielt. Doch damit nicht genug: Heute befindet sich dort das Museum für Poltische Geschichte, ein Museum, mit dem ich seit vielen Jahren zusammenarbeite und von dem wir viele Exponate für die Revolutionsausstellung im DHM bekommen. Einem spannenden Kinoabend steht also nichts mehr im Wege.


Revolution und Medizin

vom 24.08.2017 14:35:20

… ist das Thema einer kleinen, aber feinen Sonderausstellung im Kriegsmedizinischen Museum in St. Peterburg, die dort bis November zu sehen sein wird. Im Zentrum steht ein Fotoalbum, das die Absolventen der medizinischen Akademie im Jahre 1917 zeigt. Ausgehend davon verfolgt die Ausstellung die Schicksale dieser Mediziner und was aus Ihnen geworden ist. Während einige dem Großen Terror zum Opfer fielen, spielten andere eine unrühmliche Rolle in der Leningrader Affäre und den Ärzteprozessen.

Ich schätze dieses Museum sehr – zum einen wegen der spektakulären Sammlung, aber auch weil es zu dem Typ des aussterbenden Museums in Russland gehört, in denen Exponate, Präsentation und Bildung auf eine so einzigartige Weise verbunden sind. Jeder Museumexperte würde sofort eine Modernisierung, den Einsatz von Medien und eine zeitgemäße Gestaltung empfehlen. All das fehlt bisher und doch ist es ebenso anregend wie lehrreich, zwischen der Vielzahl an Objekten und endlos langen Texten zu stöbern. In der Reihe vorsichtiger Experimente, die das Museum in den letzten Jahren gemacht hat, sticht diese kleine Revolutionsausstellung einmal mehr heraus.


Robert Büchtger: Der Pilger

vom 14.08.2017 14:33:44

Dieses Gemälde aus einer Berliner Privatsammlung hat mich schon mehrmals in unterschiedlichen Zusammenhängen beschäftigt. Aktuell geht es dabei um unsere Revolutionsausstellung im Deutschen Historischen Museum, die im Oktober eröffnet wird. Es wird dort eines von ganz wenigen verfügbaren Exponaten sein, die von bäuerlichen Lebenswelten in Russland am Ende des 19. Jahrhunderts erzählen können. In Vorbereitung der Ausstellung wird das Bild des deutsch-russischen Künstlers Robert Büchtger nun restauriert. Zu diesem Zweck wurde es vor Kurzem unter fachlicher Betreuung in die Werkstatt einer Restauratorin transportiert, wo es bis Oktober konserviert und in Teilen restauriert werden wird.

Schon jetzt schließt sich für mich damit einer von vielen Kreisen zur Geschichte des Gemäldes, das ich vor einigen Jahren im Werkverzeichnis Büchtgers dokumentiert habe. Verschiedene Aufkleber auf der Rückseite des Bildes – übrigens einem sehr seltenen, klappbaren Keilrahmen aus der Entstehungszeit des Werkes – geben weiteren Aufschluss über die Stationen, an denen das Gemälde gezeigt und vermutlich zum Verkauf angeboten wurde. Diese Aufkleber waren mir bisher aufgrund der Größe und des fragilen Zustandes des „Pilgers“ nicht zugänglich gewesen, wir haben uns schlicht nicht getraut, es von der Wand zu nehmen und die Rückseite zu betrachten. Nun kann ich das Werkverzeichnis vervollständigen, und das Gemälde wird in einen wieder stabilen Zustand gebracht, in dem es die Strapazen der Transporte überstehen und hoffentlich vielen Ausstellungsbesuchern vom vorrevolutionären Russland erzählen wird.