Blog

Foto: http://www.ibb-d.de/trostenez.html

Foto: http://www.ctv.by/novosti-minska-i-minskoy-oblasti/dekorativnye-vazy-minska-urozhaynye-korziny-s-fruktami-grecheskie

Architekturspaziergänge mit Galina Levina durch Minsk

vom 19.08.2015 10:40:25

Drei Jahre lang habe ich in Minsk gelebt, viele historische und neue Plätze gesehen und mit Galina viele Gespräche geführt. Und doch: Es gibt immer noch etwas Neues zu entdecken. Wenn man sich nämlich mit ihr zu einem ihrer Spaziergänge durch die Stadt aufmacht, mit denen Sie uns auf die Details in der Architektur aufmerksam machen will, die man im Alltag meist übersieht. Dazu gehören Brücken, Türme und Säulen, aber auch Türen und Vasen! In kurzen Filmen und vielen Fotos stellt die mit vielen Preisen ausgezeichnete Architektin und Tochter des im letzten Jahr verstobenen und hoch verehrten belarussischen Architekten Leonid Levin, ihre Entdeckungen auch im Internet vor, nachzulesen und zu –schauen: Hier

Foto: http://war.photocentre.by

Foto: http://war.photocentre.by 

Belarus auf der Biennale in Venedig

vom 19.08.2015 08:50:15

In diesem Jahr ist Belarus wieder einmal auf der Biennale in Venedig vom 9. Mai bis 22. November 2015 vertreten, und zwar mit dem Projekt „Zeitzeugenarchiv des Krieges“ (Архив свидетеля войны). Kuratoren sind Aleksej Šinkarenko und Olga Ryčinskaja. Leitend beteiligt ist Natalja Šarangovič, Direktorin des Museums für zeitgenössische Kunst in Minsk (und Enkelin des belarussischen Künstlers Vassilij P. Šarangovič).

Das Projekt greift Fragen der Zeitzeugenschaft ausgehend von originalen Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg aus belarussischen Museen auf. Die Besucher sollen, angeregt durch die Betrachtung der Fotografien, eigene Erinnerungen aus der Familiengeschichte oder vom Ihnen selbst erlebten Kriegen beitragen und sich auf diese Weise damit auseinandersetzen, was es bedeutet, Zeitzeuge zu sein. Ihre Reaktionen, Gedanken und Gespräche mit den Kuratoren werden digital festgehalten, die Besucher werden damit Teil des Projekts, das sich mit und durch sie weiterentwickelt. Übrigens befassen sich auch andere osteuropäische und zentralasiatische Länder mit Photographie und Geschichte.

Leider gab es schon in der Vorbereitung des Projekts zahlreiche (bürokratische und formale) Probleme, am 11.5. musste der Pavillon bereist aus finanziellen Gründen schließen und zeigt nun das Projket in einer abgeänderten Form. Wie es scheint, sind die zugesagten Mittel der belarussischen Regierung nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden. Leider ist dies ein weiterer Beleg für die mangelnde Unterstützung der zeitgenössischen Kunst in Belarus im Allgemeinen. (Interview mit dem Kurator) Entsprechend ist auch niemand vom Kulturministerium zur Eröffnung gekommen.

Ich begleite das Projekt schon eine ganze Weile, habe in andern Zusammenhängen mit Olga Ryčinskaja und Natalja Šarangovič zusammengearbeitet. Für die Begleitpublikation zur Präsentation in Venedig habe ich einen Beitrag geschrieben. Es ist vorgesehen, das Projekt auch jenseits der Biennale weiter zu entwickeln und an anderen Ort zu zeigen. Das Schwedische Armeemuseum in Stockholm hat bereits Interesse signalisiert.

Hier die Fakten zum Pavillon.