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https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/deutschlands-soldaten—vom-kaiserreich-bis-nach-afghanistan-100.html (29.12.2021)

ZDF Dokumentation: Deutschlands Soldaten – auch die Familie Janeke ist dabei

vom 29.12.2021 11:15:52

Bereits in dem sehr erfolgreichen (bereits 2. Auflage) Buch „Deutsche Krieger“ von Sönke Neitzel konnten sich mein Mann, Niels Janeke, und sein Urgroßvater Wilhelm (Wehrdienst 1892-1894 JgBtl 12 in Freiberg Sachsen) verewigen. Hierzu gibt es jetzt eine Fortsetzungsgeschichte mit dem ZDF-Dokumentarfilm von Sonja von Behrens „Deutschlands Soldaten“. In dem 45-minüten Film kommt Niels mehrfach zu Wort – als Urenkel, als Enkel und Sohn von Zeitzeugen (immer habe ich mich geärgert, wenn die Verwandtschaft im Expertenstatus auftritt, nun ist es die eigene Familie) sowie selbst als Soldat und wiederum Vater eines der letzten Wehrpflichtigen.

In der nächsten aktualisierten Ausgabe des Buches oder dem Fortsetzungsfilm könnte ich dann mit der Realsatire „Überleben als Seiteneinsteigerin im Bundeswehrmuseum“ beitragen. Aber so oder so hat sich mit mir der Kreis geschlossen: Wieder ein(e) Janeke in Militärdiensten in Sachsen!

Der Film ist in der ZDF-Mediathek unter folgendem Link zu finden:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/deutschlands-soldaten—vom-kaiserreich-bis-nach-afghanistan-100.html

Foto: VdK, Kassel (2021)

Neu im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

vom 29.12.2021 11:12:15

Erinnerungskultur, Geschichtspolitik, Gedenken an gefallene Soldaten und andere Kriegsopfer und die Bundeswehr – meine Themen sind zugleich die Themen des Volksbundes, in dessen Bundesvorstand ich im Oktober 2021 gewählt worden bin.

Meine jahrelang engen Beziehungen zu Belarus und Russland und die Tatsache, dass die

deutsch-russischen Beziehungen auf einem neuen Tiefpunkt und die Lage in Belarus deprimierend sind, sind Gründe dafür. Jenseits der Tagespolitik macht mich das als Historikerin vor dem Hintergrund, was Deutsche und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion nach 1945 zusammen erreicht haben, betroffen.

Mit meinem Engagement verbinde ich die Hoffnung, weiterhin in den postsowjetischen Raum zu reisen, um den Faden ich abreißen zu lassen. Dabei geht es keineswegs nur um deutsche Soldaten, sondern explizit auch um die Kriegstoten und Opfer der Partnerländer und gemeinsame Projekte zur Verständigung und Versöhnung.

https://www.the-village.me/village/city/news-city/272695-novyy-istoricheskiy-muzey (29.12.2021)

Museen in Minsk

vom 29.12.2021 11:10:25

Mit erheblicher Verzögerung, nicht zuletzt wegen Corona, erschient nun bald ein Sammelband der Universität Kiel zu einer Konferenz im Jahr 2019, in dem folgender Text von mir enthalten ist: „Great Patriotic War versus Nationalization: Remembrance and Commemoration in Belarusian Museums.“

Darin geht es um den geplanten Neubau für das Nationale Historische Museum von Belarus in Mink, der allerdings auf unbekannte Zeit verschoben ist. Insofern ist der Text schon wieder überholt, zumal ich mir die verschiedenen Versionen der Konzepte für die geplante Dauerausstellung angesehen und analysiert hatte. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen seit dem Sommer 2020 ist es jetzt noch schwieriger als es ohnehin schon war, ein Narrativ für eine belarussische Nationalgeschichte zu finden. Von einem offenen Konzept zur Präsentation unterschiedlicher Perspektiven auf die Geschichte der Region war bei den ursprünglichen Plänen schon nicht die Rede. Heute können wir davon nur träumen. Aber das wenigstens ist ja noch erlaubt.

Vor dem veränderten politischen Hintergrund sind auch meine Belarus-Projekte in eine Sackgasse geraten. Allein einen vorläufig letzten Online-Workshop zur Entwicklung des Jüdischen Museums in Minsk habe ich im Juni moderiert. Die Bedingungen sowohl für die Geschichtswerkstatt als auch für das Goethe-Institut haben sich vollständig verändert, das Goethe Institut ist geschlossen, viele Kolleginnen und Kollegen sind inzwischen im Ausland in Vilnius, Warschau oder Berlin. Andere haben ihre Arbeit verloren, sind selbst oder ihre Familienmitglieder verhaftet worden. Es ist ein Wunder, dass sie alle trotzdem weitermachen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Ich selbst war nun schon zwei Jahre nicht mehr in Belarus. Es entgleitet mtr, wie auch Russland es tut. Sei es wegen meines noch immer neuen Jobs im MHM In Dresden, weshalb ich mich nicht mehr in demselben Umfang wie früher engagieren kann, sei es wegen Corona oder der politischen Lage – Menschen, Themen und Projekte, die meine Arbeit über viele Jahre maßgeblich bestimmt und geprägt haben, sind im Moment und wohl auf absehbare Zeit aus dem Blickfeld geraten.


Die Geschichtswerkstatt Minsk bekommt eine neue Dauerausstellung

vom 06.06.2020 09:14:36

In diesem und dem nächsten Jahr wird das Gebäude, eines der letzten auf dem Gebiet des ehemaligen Minsker Ghettos, mit Mitteln des Auswärtigen Amtes baulich instandgesetzt. Parallel erarbeiten wir eine Konzeption für die Gestaltung der Innenräume – eine Dauerausstellung, die über den Ort, das Ghetto und die Erinnerung daran informiert, eine verbesserte Bildungsarbeit mit Besuchern und Gruppen ermöglicht sowie weiterhin Gespräche und Begegnungen mit den letzten Zeitzeugen ermöglicht. Auf diese Weise soll die Geschichtswerkstatt als Lernort weiter professionalisiert und in internationale Netzwerke eingebunden werden. Gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Architektin Galina Lewina und der Ausstellungsgestalterin Susanne Benzing haben wir beim ersten Online-Workshop Ende Mai mit der Arbeit begonnen und den Grundstein für die zukünftige Ausstellung gelegt.


„Schwer heilende Wunden ‐ 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges“ Mittwoch, 13. Mai 2020, 18.30 Uhr, Moskauer Zeit – online

vom 08.05.2020 08:32:15

Unter diesem Titel wird die zweite Veranstaltung im Rahmen der Moskauer Gespräche des Deutsch-Russischen Forums im online-Format nachgeholt, die ursprünglich für den 26. März geplant war und wegen Corona ausgefallen ist. Gemeinsam mit Irina Scherbakowa, Vorsitzende des Rates des Wissenschafts-, Informations- und Bildungszentrums „Memorial“, Pavel Polian, Direktor des Mandelstam-Zentrums, HSE Moskau und Arina Nemkowa, Leiterin der Stiftung zur Förderung und Entwicklung deutsch-russischer Beziehungen „Deutsch-russisches Begegnungszentrum“, St. Petersburg werden wir per Zoom diskutieren. U.a. soll es um die unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Russland und Deutschland und die Frage gehen, welchen Beitrag Museen und Ausstellungen 75 Jahre nach dem Ende Krieges leisten können, gegenseitiges Vertrauen zurückzugewinnen.

 Diskutieren Sie mit! Unter diesem Link können Sie sich anmelden. Sie erhalten per Email Ihren individuellen Zugang zur Web-Veranstaltung auf der Konferenz-Plattform RSI.

https://www.deutsch-russisches-forum.de/moskauer-gespraech-am-13-mai/3222798


Webinar zur Geschichte des 8./9. Mai 1945 mit der Armed Forces Attache‘ Spouses Association (AFASA)

vom 30.04.2020 11:38:51

Normalerweise wäre ich ja jetzt in Moskau. Dort würde ich meinen Forschungen und Projekten nachgehen. Und ich würde im Dienste des Vaterlandes zu den Veranstaltungen des Damenprogramms gehen. Das ist für mich die Armed Forces Attache‘ Spouses Association. All das kann ja jetzt bekanntlich nicht stattfinden. Daher treffen sich auch die Gattinnen der Militärattachés (Gatten sind bisher nicht dabei) im online-Format.

Am 8. Mai biete ich dort einen Vortrag über die Entwicklung des Feiertages in der Sowjetunion und Russland mit anschließender Diskussion an. Diese wird, wie ich die AFASA kennengelernt habe, sehr lebendig werden und Perspektiven aus aller Herren und Damen Länder der Welt miteinbringen. Ich freue mich darauf!


„Schwer heilende Wunden ‐ 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges“

vom 22.03.2020 14:52:00

So lautet der Titel der zweiten Veranstaltung im Rahmen der Moskauer Gespräche des Deutsch-Russischen Forums, das für den 26. März geplant war. Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyr, dem früheren Botschafter der Russischen Föderation in Berlin, Wladimir Grinin, der Osteuropahistorikerin Bianka Pietrow-Ennker sowie einem russischen Kollegen war ich aufs Podium geladen. U.a. sollte es um die unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Russland und Deutschland und die Frage gehen, welchen Beitrag Museen und Ausstellungen 75 Jahre nach dem Ende Krieges leisten können, gegenseitiges Vertrauen zurückzugewinnen.
Leider ist die Veranstaltung aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden und soll zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

Abbildung: http://www.gwminsk.com/

Neustart für die Geschichtswerkstatt in Minsk

vom 01.03.2020 05:26:54

Bei seinem Besuch im Sommer 2018 zur Einweihung der Gedenklandschaft in der Blagowschtschina auf dem Gelände der ehemaligen Vernichtungsstätte Maly Trostenez hat Bundespräsident Steinmeiner mit Alexander Lukaschenko über den Verkauf der Geschichtswerkstatt an die IBB Minsk gesprochen. Jetzt ist es soweit: Seit dem 27. Februar ist die deutsch-belarussische Bildungs- und Begegnungsstätte Eigentümerin eines der letzten historischen Gebäude des Minsker Ghettos, in dem sich seitt 2003 die Geschichtswerkstatt befindet.

In diesem und dem nächsten Jahr wird das Haus mit Mitteln des Auswärtigen Amtes baulich instand gesetzt und erhält eine moderne Dauerausstellung. Sie ist Teil des Konzepts, diesen historischen Lernort weiter zu professionalisieren und in internationale Netzwerke einzubinden. Gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Architektin Galina Lewina und einem Ausstellungsgestalter werden wir in den nächsten Monaten eine Konzeption für die Ausstellung entwickeln, die im kommenden Jahr realisiert werden soll.

Die gelben Zettel in Trostenec erinnern an die aus Österreich hierher deportierten Juden.

29.1.2020 Vortrag in Augsburg

vom 06.01.2020 11:53:30

Auf Einladung der Universität und des Jüdischen Museums in Augsburg werde ich im Rahmen des „Kolloquiums Kunst- und Kulturgeschichte“ am 29. Januar des neuen Jahres im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben einen Vortrag über den „Holocaust in der Erinnerungskultur von Weißrussland“ halten.

www.welt.de

Interview auf welt.de/geschichte

vom 23.09.2019 08:42:05

Die aktuelle Debatte um ein Denkmal für die polnischen Opfer des NS-Vernichtungskrieges in Berlin findet im Kontext der Erinnerung an den 80. Jahrestag des Kriegsbeginns am 1. September 1939 statt. Diesem voraus ging der Hitler-Stalin-Pakt mit einem Zusatzprotokoll. Darin verständigten sich Hitler und Stalin über ihre zukünftigen Einflusssphären in Europa und die Aufteilung Polens. Die Folge waren der Überfall der Wehrmacht auf Polen am 1. September und die Besatzung Ostpolens durch die Sowjetunion am 17. September 1939.

Der Kriegseintritt der Sowjetunion und die sich daraus ergebenden Folgen für die ostpolnischen Gebiete finden in der gegenwärtigen Diskussion nur wenig Aufmerksamkeit. Dieses, heute noch in Belarus als „Wiedervereinigung“ erinnerte Datum ist Gegenstand meines Interviews mit Sven Felix Kellerhoff.